By On 16th February 2016

Unternehmen würden früher meist über Jahre und Jahrzehnte hinweg aufgebaut und aus dem Cash-Flow finanziert, vom kleinen Ladengeschäft zum Imperium. Heutzutage trifft man immer öfter auf Unternehmer, die schon zu Beginn ihres Schaffens Investorengelder einsammeln, um so schneller als der Wettbewerb zu sein.

Die Investoren profitieren selber von hohen Renditen (wenn sie denn gut investieren) auf eine vergleichsweise kurze Laufzeit. Welche Eigenkapital-Investoren es gibt, fassen wir für Dich in diesem Blog Post zusammen.

1. Business Angels

Ehemals meist selbst Unternehmer, sind Business Angels Privatpersonen, die ihr eigenes Geld investieren. Meist passiert das in einer sehr frühen Phase des Unternehmens und ohne viel Sicherheit. Der Grundsatz hier besteht aus dem Glauben in den Unternehmer und seine Vision, da meist das Produkt noch nicht lange genug am Markt ist, um dessen Erfolg beurteilen zu können.

2. Institutionelle Venture Capital Fonds

Institutionelle VCs sammeln zunächst selber Geld von großen Kapitalgebern wie Family Offices (siehe unten), Pensionsfonds oder Banken ein, um dieses zu bündeln und zu investieren. Das Modell besteht meist darin, dass die Partner eine Management Fee erhalten, aus der sie sich selbst und die Angestellten zahlen. Nachdem das Geld des Fonds investiert wurde und nach einigen Jahren die Beteiligungen wieder verkauft werden, wird der Erlös auf die ursprünglichen Kapitalgeber aufgeteilt, die Partner des Fonds erhalten zusätzlich einen gewissen Anteil des Erlöses. Institutionelle VCs investieren meist ab 100.000 € bis hin zu ca. 50 mio. €, immer noch unter Wachstumsgesichtspunkten.

3. Staatliche Venture Capital Fonds

Staatliche VCs werden meist von den Ländern oder dem Bund ins Leben gerufen, um die Wirtschaft zu stärken. Zwar haben sie den Auftrag Gewinn zu bringen, allerdings zeichnen sich die Fonds oftmals durch sehr festgelegte Regularien und Prozesse aus.

4. Corporate VCs

CVCs gehören zu einem Großunternehmen, das sich durch die Teilnahme am Venture Capital Markt nicht nur gewinnbringende Investments erhofft, sondern oftmals auch Wissenstransfer aus den industrierelevanten Investitionszielen. Die Investments sind in den meisten Fällen strategisch, d.h. in Verbindung zu den Kernprozessen oder unterstützenden Funktionen der jeweiligen Muttergesellschaft.

5. Acceleratoren

Acceleratoren treten in einer ähnlichen Phase, teilweise sogar noch vor den Angels auf. Acceleratoren geben sehr jungen Unternehmen einen Arbeitsplatz, Coaching und ein wenig Startkapital, um die Idee zur Marktreife zu bringen.

6. Family Offices

Sie sind in den Investments meist unberechenbar, wobei die großen Family Offices weniger zu direkten Investments in kleine Firmen, als mehr zu großen Investments in VC Fonds, Private Equity Fonds, Immobilien oder andere Asset Klassen tendieren.

7. Private Equity Fonds

Private Equity Fonds kaufen oder investieren in Unternehmen, die bereits seit einiger Zeit am Markt sind und daher weniger ein „Venture“, also Wagnis sind. Die Investitionsziele sind in der Regel profitabel und generieren je nach Ausrichtung des Fonds Umsätze ab 20 mio.€ bis mehrere Milliarden €.

Die 7 genannten Investorenarten schließen hierbei das Fremdkapital mit seinen Banken, Venture Debt Fonds und Darlehen von staatlichen Organen als Finanzierungsart aus – dies soll in einem späteren Blog Post erläutert werden. Stay tuned für Teil 2.

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